Carola Blume war die
Leiterin der Frauenabteilung
der Volkshochschule Stuttgart
von 1924 bis 1933.
Schön während ihres Studiums hatte sie sich insbesondere für die berufstätigen Frauen interessiert. Ihr Promotionsthema war:
„Über die Berufseinstellungen und beruflichen Interessen der weiblichen Jugend“
Dies Interesse prägte auch ihre Arbeit bei der Volkshochschule Stuttgart, wo sie ab 1924 die Frauenabteilung leitete.
Sie wollte insbesondere auch den berufstätigen Frauen Bildung bringen. Dafür ging sie in die Betriebe, nahm Kontakt
zu den Frauen auf. Folge war, dass Kurse in den Betrieben oder in der Nähe der Betriebe abgehalten wurden, die auf die
Interessen der Arbeiterinnen abgestimmt waren.
Geprägt war Carola Blume durch die Ziele der Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts.
Carola hatte mit ihrem Konzept so großen Erfolg, dass immer mehr Frauen die Kurse besuchten.
Die Frauenabteilung der VHS Stuttgart genoss internationales Ansehen.
1933 wurde Carola Blume – die Jüdin war – entlassen. Sie emigrierte 1936 nach Kalifornien,
wo Anne Recknagel von der VHS Stuttgart sie 1985 wieder traf.
Carola Blume starb im Sommer 1987.
Und 1998 wurde die neu gegründete Frauenakademie Stuttgart nach ihr benannt.